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Automatisierung 6 Min. Lesezeit

Prozessautomatisierung 2026: Diese Trends sollten Sie kennen

Prozessautomatisierung Trends

Prozessautomatisierung entwickelt sich rasant weiter. Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction klang, ist heute Realität im deutschen Mittelstand. Wir blicken auf die wichtigsten Trends für 2026.

Trend 1: KI-gestützte Dokumentenerkennung

Eingehende Dokumente — Rechnungen, Bestellungen, Lieferscheine — werden immer häufiger von KI-Modellen automatisch erkannt und verarbeitet. Moderne Modelle erreichen dabei Erkennungsraten von über 95% und können selbst handschriftliche Notizen oder schlecht gescannte Dokumente verarbeiten.

Der Unterschied zu klassischer OCR: KI versteht den Kontext eines Dokuments und kann fehlende Informationen aus dem Zusammenhang ableiten.

Trend 2: Low-Code-Integrationen

Nicht jede Integration braucht individuellen Code. Low-Code-Plattformen ermöglichen es, Systeme über visuelle Oberflächen miteinander zu verbinden. Für Standardszenarien — etwa die Synchronisation von Kundendaten zwischen CRM und ERP — reicht das oft aus.

Wichtig: Für komplexe Geschäftslogik, performancekritische Prozesse oder tiefe ERP-Integrationen bleibt individueller Code die bessere Wahl.

Trend 3: Intelligente Workflows

Workflows werden intelligenter. Statt starrer Wenn-Dann-Regeln nutzen moderne Automatisierungslösungen KI, um Entscheidungen dynamisch zu treffen. Ein Beispiel: Ein eingehender Auftrag wird je nach Warenverfügbarkeit, Kundenpriorität und Lieferfrist automatisch dem optimalen Bearbeitungspfad zugeordnet.

Trend 4: Hyperautomation

Hyperautomation beschreibt den Ansatz, möglichst viele Geschäftsprozesse end-to-end zu automatisieren — nicht nur einzelne Schritte. Das Ziel: ein durchgängig digitaler Prozess vom Auftragseingang über die Produktion bis zur Auslieferung und Rechnungsstellung.

Dafür werden verschiedene Technologien kombiniert: API-Integrationen, RPA (Robotic Process Automation), KI und klassische Workflow-Engines arbeiten zusammen.

Trend 5: Echtzeit-Daten & Event-Driven Architecture

Batch-Verarbeitung über Nacht war gestern. Immer mehr Unternehmen setzen auf ereignisgesteuerte Architekturen, bei denen Daten in Echtzeit zwischen Systemen fließen. Ändert sich ein Lagerbestand in SAP Business One, wird der Onlineshop sofort aktualisiert. Geht eine Bestellung ein, startet der Versandprozess unmittelbar.

Was bedeutet das für den Mittelstand?

Die gute Nachricht: Mittelständische Unternehmen müssen nicht alle Trends gleichzeitig umsetzen. Entscheidend ist, die richtigen Prioritäten zu setzen und schrittweise zu automatisieren. Starten Sie mit den Prozessen, die den größten manuellen Aufwand verursachen, und bauen Sie von dort aus.

Fazit

2026 wird das Jahr, in dem Prozessautomatisierung im Mittelstand endgültig zum Standard wird. Die Technologien sind reif, die Kosten sind gesunken, und der Fachkräftemangel zwingt Unternehmen zum Handeln. Wer jetzt investiert, sichert sich einen klaren Wettbewerbsvorteil.

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